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Sitzen in Bewegung

Schön, dass du dich mit dem Thema DYNAMISCHES SITZEN beschäftigen möchtest! Du hast also Interesse an einem wichtigen Thema im Rahmen deiner Rückengesundheit! KURZ & KNAPP erzähle ich dir von den alltäglichen Möglichkeiten, wie du mehr für deine eigene Rückengesundheit tun kannst. Und das ist wirklich nicht schwer!

Inhalt dieses Blog-Beitrags

  1. WISSENSQUIZ
  2. SITZENDE LEBENSWEISE
  3. ANATOMIE KURZ & KNAPP
  4. ABHÄNGEN & RUMLÜMMELN?!
  5. SETZ DICH DOCH MAL ORDENTLICH HIN?!
  6. COUCH COACHING
  7. DER SITZBALL
  8. SITZMÖBEL
  9. AKTIV-TIPP: BITTE PLATZEN SIE JETZT!

1. Wissenschquiz

Frage 1: Welche ist die beste Sitzhaltung?

  • Lösungsvorschlag A: Schön aufrecht und gerade!
  • Lösungsvorschlag B: Die nächste Sitzhaltung!
  • Lösungsvorschlag C: Rumlümmeln!

Frage 2: Wie ernähren sich unsere Bandscheiben im Erwachsenenalter?

  • Lösungsvorschlag A: Über Blutgefäße!
  • Lösungsvorschlag B: Durch Ein- und Ausströmen von Flüssigkeit bei wechselnder Be- und Entlastung!
  • Lösungsvorschlag C: Über Nervenstränge!

Frage 3: Woran erkennen Sie einen „guten“ Bürostuhl?

  • Lösungsvorschlag A: Er lässt sich individuell einstellen!
  • Lösungsvorschlag B: Er hat Rollen unter den Stuhlbeinen!
  • Lösungsvorschlag C: Er hat mindestens fünf Stuhlbeine!

Die Lösungen zum Quiz findest du ganz unten auf dieser Seite, wenn sie bald vollständig ist!

Der “Kurz & Knapp”-Kasten

* Hinterfrage alte Glaubenssätze über Gesundheit!
* Zur Rückengesundheit wird immer noch geforscht!

2. Sitzende Lebensweise

Gehe in Gedanken unseren Alltag durch: Wann, wo und wie sitzen wir eigentlich den lieben langen Tag?! Hier ein paar Ideen: Wir sitzen am Frühstückstisch, im Auto oder in der Straßenbahn, während der Arbeit, abends vor dem Fernseher auf der Couch, als Baby in der Sitzschale, in der Schule, in der Uni, im Restaurant…

Umgangssprachlich sagt man mittlerweile, dass unsere sitzende Lebensweise das neue Rauchen sei. In der Fachsprache wir dieser Lebensstil Sedentariness genannt. Fakt ist, dass zu wenig Muskeln in der sitzenden Position aktiv sind. Unser Körper kann wichtige Stoffwechselprozesse, die u.a. unsere Gefäße schützen, im Sitzen nicht ausreichend in Gang bringen.

Dynamisches Sitzen im Lot, d.h. bewegtes Sitzen um das Körperlot herum, ist z.B. während der Arbeit am Schreibtisch sehr wichtig. So vermeiden wir monotone Dauerhaltungen und aktivieren unseren Halteappart. Aber nur dynamisch zu sitzen ist zwar wichtig, aber unser Körper ist für ein Mehr an Bewegung gedacht und gemacht. Also, bringe spätestens alle zwanzig Minuten Schwung in dein Leben! Aufstehen, kurz umhergehen, sich strecken und recken! Hocke dich hin, setze dich auf den Boden (falls geputzt), lasse dir und deinen Ideen freien Lauf!

Der “Kurz & Knapp”-Kasten

* Unser Alltag macht uns oft zu Dauernsitzern!
* Dynamisches Sitzen aktiviert unseren Halteapparat!
* Bringe spätestens alle 20 Minuten Schwung in dein Leben!

3. Anatomie kurz & knapp

Für das Verständnis des DYNAMISCHEN SITZENS genügen für den Laien ein paar Fakten: Unser Körper ist für Bewegung gemacht. Langes, monotones Sitzen war nicht auf dem Schaltplan vorgesehe. Und so findet auch die Ernährung und Gesunderhaltung wichtiger Körperstrukturen wie Muskeln, Bandscheiben, Knochen und vielem mehr durch ein Leben in Bewegung statt. Monotonie und dauerhaft einseitige Belastung sind wahres Gift für unseren Körper.

Nehmen wir als Beispiel unser Bandscheibengewebe: Durch Be- und Entlastung gelangen Nährstoffe in ihr Inneres und wieder heraus. Durch ständigen Wechsel von Positionen halten wir das Gewebe lebensfähig.

Bewegung tut unserem Körper gut. Dauerhaft einseitige Haltungen schaden das Gewebe. Daher ist Bewegung in alle Richtungen sinnvoll.

Der “Kurz & Knapp”-Kasten

* Der Körper ist nicht für langes Sitzen gemacht!
* Bewegung ernährt unsere Körperstrukturen!
* Bandscheibengewebe lebt von Be- und Entlastung!

4. Abhängen & Rumlümmeln?!

Dynamik bedeutet, auch mal rumzulümmeln und abzuhängen. Was früher als schlechtes Benehmen verurteilt wurde, liegt heute voll im Trend. Aber auch hier gilt: Die nächste Sitzposition ist die beste. Also lasse dich nicht dauerhaft gehen, sondern wechsel immer und immer wieder deine Körperhaltung. Wichtig ist: Du sollst dich wohlfühlen und Freude an einem bewegten Leben haben.

Auch Schülern wird das Rumlümmeln auf Schulmöbeln gern mal übel genommen, so war es zumindest zu meiner Schulzeit. Das gelegentliche Abhängen bewegt die Wirbelgelenke durch und ist nicht zu verteufeln wie früher angenommen. Dynamische Sitzmöbel können hierbei helfen. Sie regen uns zum Positionswechsel an und quetschen uns nicht ein.

Der “Kurz & Knapp”-Kasten

* Abhängen & Rumlümmeln gehören ebenso zu unserem Bewegungsumfang!
* Die nächste Sitzposition ist die beste! Also, nicht einrosten!

5. Setz dich doch mal ordentlich hin?!

Hast du diesen Satz auch schon mehrfach in deinem Leben gehört? Was oft gut gemeint ist, ist auf Dauer jedoch auch nicht die Lösung. Ein permanent aufrechter Rücken verkrampft und wird nach einer Weile müde. Muskeln sind dauerhaft einseitig in Aktion und leisten für dich zu viel Ausdauerarbeit.

Auch hier ist das PRINZIP DER DYNAMIK entscheidend für einen gesunden Rücken! Lass es zur Gewohnheit werden und gründe eine neue BEWEGUNGSKULTUR in deinem Umfeld – ob auf der Arbeit oder zuhause. Bewegung, Bewegung, Bewegung!

Der “Kurz & Knapp”-Kasten

* Ein dauerhaft aufrechter Rücken macht irgendwann schlapp! Unsere Muskeln werden müde und verlieren ihre Kraft.

6. Couch Coaching

Auch im Wohnzimmer gilt: Nicht zu lange in einer Position verharren. Deine Bandscheiben benötigen ebenfalls auf der gemütlichen Couch Bewegung! Aber mache dich bitte nicht verrückt. Das kommt mit etwas Übung von ganz alleine…

Der “Kurz & Knapp”-Kasten

* Couch Potato adé! Wechsel auch auf der Couch gelegentlich die Position!
* Das Prinzip der Dynamik gilt auch im Wohnzimmer!

7. Der Sitzball

Der Sitzball als Übungs- und Sitzgerät fordert vor allem unsere Sensorik heraus. Die Balance auf dem Ball zu halten fördert unsere motorische Leistungsfähigkeit. Der Ball ist jedoch nicht als ganztägiges Sitzgerät geeignet. Sehe ihn eher als Sitzgelegenheit für zwischendurch. Hiermit frischst du neurophysiologischen Reflexe auf.

Fülle den Sitzball prall mit Luft, damit er eine geeignete Sitzposition zulässt. Am besten sitztst am Abhang des Sitzballs. So kann dein Becken in eine geeignete Position kippen.

Der “Kurz & Knapp”-Kasten

* Der Ball ist nicht als ganztägige Sitzgelegenheit gedacht!
* Sitzball prall aufblasen!
* Sensoriktraining!

8. Sitzmöbel

Stühle und Sitzmobiliar gibt es wie Sand am Meer. Wer sich unsicher bei der Auswahl eines rückengerechten Sitzes ist, kann auf Qualitätssiegel wie beispielsweise das von der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) achten. Ein Grundsatz gilt jedoch auf jedem noch so dynamischen Sitz: Du musst dich von Anfang an darauf wohlfühlen. Da gibt es keine Diskussion!

Der “Kurz & Knapp”-Kasten

* Sei kreativ und erfinderisch, damit deinem Körper beim Sitzen nicht langweilig wird!
* Dein Körper sagt dir, was ihm gefällt und worauf er gerne und gesund sitzt. Höre auf deinen Körper.

9. Aktiv-Tipp “Bitte platzen Sie jetzt!”

Wiederholungszahl: Zähle einfach mal mit, wie oft du die Bewegung machen kannst, bis die Beine langsam anfangen zu brennen.

Rosi Würtz

Ich bin seit 2014 Physiotherapeutin und wohne am Fuß des Siebengebirges in der Nähe von Bonn. Ohne Bewegung geht bei mir gar nichts! Meine Ausbildung habe ich in Bornheim absolviert und betreibe seit Ausbildungsbeginn diese Webseite. Außerdem bewegen mich medien- und sportsoziologische Themen. Von Kopf bis Fuß in Bewegung!

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