27. Oktober 2020

Step by Step für ein gesundes Herz-Kreislauf-System

Dieser Beitrag vermittelt euch kurz & knapp wichtige Fakten über die gesundheitlichen Vorteile des Treppensteigens.

Aller Anfang ist schwer und genau eine Treppenstufe hoch!

Brecht alte Gewohnheiten der Bequemlichkeit auf: Welchen Weg würdet ihr wählen, wenn ihr vor einem Aufzug und einer Treppe stündet? Das Ziel: Euer Büro im 5. Stock! Warum das Treppensteigen so effektiv für unser Herz-Kreislaufsystem ist, zeigen mittlerweile auch erste wissenschaftliche Studien. Wer tiefer in die aktuelle Studienlage eintauchen möchte, dem seien die Faktenblätter “Bewegung und Gesundheit” des Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (und hier speziell das Faktenblatt “Treppensteigen”) empfohlen.

Ein Faktum sei hier genannt: Wir aktivieren beim Treppengang mehr Muskelmasse als im Stehen auf der Rolltreppe oder im Aufzug. In Einheiten der körperlichen Beanspruchung ausgedrückt heißt dies, ein rund 9fach höherer Energieverbrauch. Und das ist wirklich sehr beeindruckend, wenn wir überlegen, wie oft über komplizierte Diäten philosophiert wird.

Doch das Treppensteigen dient auch dem Umweltschutz: Wer die Treppe nimmt, spart ganz simpel Strom! Das klingt einfach und ist es auch.  So wurden beispielsweise täglich rund 20 Kilowattstunden Strom (Verbrauch von 4 durchschnittlichen Haushalten) bei der Bonner Aktion “Ludwig nimmt die Treppe” am Stadthaus eingespart, weil jeder dritte Passant die Treppe von 30 Stufen anstatt der Rolltreppe genutzt hat. Das entspricht der Energie, die ein handelsüblicher Haarfön im 10stündigen Dauerbetrieb verbraucht. Diese Werte stehen für nur eine der vielen Rolltreppen und Aufzüge, die in unseren Städten installiert sind. Das sind wirklich beeindruckende Zahlen, meiner Meinung nach.

Nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Aufzüge und Rolltreppen haben durchaus einen Sinn als Transporthilfen für Menschen, die die Treppe aus gesundheitlichen Gründen nicht gehen können. Für diese Menschen sind die Hilfen gedacht!

Bewegungsmangel adé!

Der vielbeschworene Bewegungsmangel ist größtenteils unseren liebgewordenen Gewohnheiten geschuldet. Unser Lebensalltag auf der Strecke von Zuhause bis zur Arbeit und zurück birgt eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten. Doch warum nutzen wir sie nur selten? Eine dieser Alltagshürden sind beispielsweise Treppen. Wer täglich Treppen steigt, steigert seine Gesundheit. Vor allem das Herz-Kreislaufsystem und der Muskelapparat profitieren vom Aufstieg. Und täglich steht ihr am Point of Decision: Aufzug oder Treppe? Von der Rolltreppe getragen werden oder selbst gehen?

Treppen sind allgegenwärtig und so bieten sie eine ideale Gelegenheit, den Körper zu trainieren. Durch kurz andauernde und hochintensive Belastungen steigerst ihr euer wöchentliches Volumen an körperlicher Aktivität. Ihr braucht jedoch nicht direkt die volle Strecke erklimmen. Geht es Stufe um Stufe an. Zuerst ein Stockwerk und den Rest mit der Transporthilfe Aufzug. Dann nach zwei Wochen zwei Stockwerke. Es wird euch schon viel leichter fallen. Und vielleicht sehen wir uns ja dann irgendwann mal bei einem Treppenlauf wie zum Beispiel beim KölnTurm Treppenlauf im 39. Stock.

Geht es langsam, aber beständig an. Nur so werdet ihr die gewünschten Effekte wie zum Beispiel eine gesteigerte Ausdauerfähigkeit erreichen. Wenn ihr das nächste Mal in einem Kaufhaus vor einem Aufzug oder einer Rolltreppe steht, werdet ihr eventuell an mich und den laufenden Haarfön denken.

In diesem Sinne, bleibt in Bewegung!

Rosi Würtz

Ich bin seit 2014 Physiotherapeutin und wohne am Fuß des Siebengebirges in der Nähe von Bonn. Ohne Bewegung geht bei mir gar nichts! Meine Ausbildung habe ich in Bornheim absolviert und betreibe seit Ausbildungsbeginn diese Webseite. Außerdem bewegen mich medien- und sportsoziologische Themen. Von Kopf bis Fuß in Bewegung!

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